23. Juni 2016

Kupferwerk @ Google I/O 2016

Jedes Jahr im Mai lädt Google Developer aus der ganzen Welt zu seiner Entwicklerkonferenz Google I/O in Kalifornien ein. Dieses Jahr hatte unser Android-Entwickler Michael Lorenz Glück in der Ticket-Lotterie und ist zusammen mit unserer Kollegin Paulina Strychacz von BLStream nach Mountain View zur Google I/O 2016 gereist. Seine Beobachtungen hat er für unseren Blog zusammengefasst.

Nach zehn Jahren Moscone Center hat Google beschlossen, die I/O 2016 auf den Google Campus zu verlegen, genauer gesagt in das Shoreline Amphitheater. Durch diesen Schritt stand deutlich mehr Platz zur Verfügung und so konnten beispielsweise alle Teilnehmer der I/O der Main Keynote beiwohnen. Es gab zwar auch dieses Jahr lange Schlangen, aber nur um sich die besten Sitzplätze zu sichern. In unserem Fall war dies Reihe 4 – also ganz vorne mit dabei. Da die I/O dieses Jahr eine Open-Air-Veranstaltung war, gab es bei der Abholung der Badges zusätzliche Goodies wie Sonnenbrille, Kopfbedeckung und Sonnencreme gegen die fiese kalifornische Sonne.

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Bunte Bikes und teure Uhren

Nach dem Abholen der Badges, bot es sich an den Google Campus mit den legendären bunten Fahrrädern zu besichtigen. Etwas ungewöhnlich für uns Europäer war jedoch die schiere Größe des Campus. Zu Fuß ist es nicht möglich den kompletten Campus zu erkunden. Nützlich dabei waren die stark frequentierten Uber-Fahrzeuge, die Google neben Shuttlebussen von Mountain View bis nach San Francisco, die gesamte Zeit der I/O bezuschusst hatte.

Abends ging es weiter zur Day Zero Party von Intel in der Devil Canyons Brewing Company. Schon der Name der Location ließ tolle Craft-Biere erahnen, die es dann auch am Abend neben leckerem Essen von Foodtrucks gab. Intel bot daneben eine große Palette an Themen an, zu denen man sich mit Mitarbeitern austauschen konnte. Besondere Highlights waren die Vorstellung von Android-Wear-Uhren von TAG Heuer und Fossil, welche mit Intel Prozessoren laufen. Interessant hierbei war, dass eben auch Luxusuhren-Hersteller sich für die Android-Plattform entschieden haben – ein großer Schritt nach vorne für diese Plattform. Ebenfalls sehr gut besucht war der Stand von Testdroid. Testdroid bietet eine Testumgebung über die Cloud an, bei der auf mehrere hunderte Android Geräte gleichzeitig in Echtzeit getestet werden kann – CI-Anbindung inklusive.

Am Tag der Keynote wurde nach dem Einlass die schiere Größe des Geländes erst deutlich. Wo letztes Jahr nur ungefähr 1.000 Besucher der Keynote live beiwohnen konnten, waren es diesmal über 7.000! Es war außerdem ausreichend Platz für Code Labs, Demo-Stände, Konferenzzelte, Essens- und Getränkeausgabe, Foodtrucks, Relax-Zonen, Project Loon, die berühmten autonomen Autos von Google und vieles mehr.

Schlaue Maschinen und neue Systeme

Nachdem wir unsere Sitzplätze gefunden hatten und ein paar Erinnerungsfotos geschossen haben, begann auch schon das Vorprogramm der I/O. Erst wurden die von vielen Besuchern im voraus gestalteten Android-Figuren präsentiert und im Anschluss konnte man sein Smartphone mit einer Website verbinden, um mit einfachen Bewegungen am Smartphone einen Farbklecks digital auf die große Keynote-Leinwand klatschen oder eine Nachricht mit einem digitalen Papierflieger an die Leinwand werfen.

In der Präsentation selbst war deutlich zu erkennen, worauf Google dieses Jahr den Fokus legt: Machine Learning und künstliche Intelligenz. Es wurde der neue Google Assistant, sowie zwei neue Apps für Messaging und Videotelefonie vorgestellt. Wie im Vorjahr stand der Name der neuesten Android-Version – Android N – noch nicht fest. Aber zum ersten Mal konnte man dieses Jahr selbst Vorschläge einbringen, wie das Unternehmen die neue Betriebssystemversion benennen soll.

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Neben dem Android-Basisbetriebssystem wurde auch Android Wear 2.0 vorgestellt, dass Wearables von der Abhängigkeit von Smartphones entkoppelt und vor allem auf den Fitnessaspekt abzielt. So erkennt zum Beispiel eine Smartwatch in Zukunft automatisch, welche Sportart ausgeführt wird. Da die Automobilbranche mit Android Auto immer noch erst langsam ins Rollen kommt, wurde die App um einen Modus erweitert, der die gleiche Funktionalität auf dem eigenen Smartphone bietet. Komplett neu ist für uns Entwickler auch ein brandneuer Layout-Editor in Android Studio, der das Erstellen von Benutzeroberflächen völlig neu definiert!

Ein großer Entwicklerspielplatz

Nach der Präsentation hieß es: Schlange stehen. Schnell wurde klar, dass trotz des großen Geländes, für viele Vorträge nicht ausreichend Plätze zur Verfügung standen. Das war insofern schade, da aufeinanderfolgende Themen nicht besucht werden konnten, jedoch gab es genügend Ablenkung für die freie Zeit.

An den Ständen konnten in aller Ruhe viele neue Android-Themen ausprobiert werden: Die neue Wear 2.0, Android for Work, Project Tango, Cardboard VR, Android Auto oder einfach nur ein Aufladestand für das eigene Smartphone. Witzig war ein Stand, bei der ein Smartphone mittels Virtual Reality (VR) Noten auf einem Zettel erkannt hat und dabei einen Ton abgespielt hat. So wurde blitzschnell ein einfaches Holzbrett in Gitarrenform zum Musikinstrument! Wem das alles noch nicht ausreichte, konnte auf Foodtrucks, eine Coke oder Bud Light ausweichen, um einfach kurz zu entspannen. Selbst das legendäre Ice Cream Sandwich (Android 4.0, ja das gibt es wirklich!) wurde kredenzt.

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Ein besonderes Highlight war dann nochmal das Abendprogramm. Neben Konzerten im Amphitheater selbst, wurden die Konferenzzelte blitzschnell zu Musikbühnen für Rockbands und DJs umgebaut. Sogar eine Zirkustruppe mit Livemusik war vorhanden.

Fazit

Ich konnte viele neue Eindrücke von der I/O mit zurück nach Deutschland nehmen: Über Endkonsumer Produkte, Google Assistant, den beiden Messengern Allo und Duo, der vom Smartphone unabhängigen Wear 2.0 Platform, Android Auto, sowie entwicklerspezifische Themen, wie das neue Constraint Layout mit dem verbesserten Interface Builder oder einfach nur das lockere Leben in Kalifornien. Fest steht jetzt schon: Wenn wir nächstes Jahr wieder Glück haben, ist Kupferwerk wieder dabei.

Pressekontakt

Tobias Oberndorfer press@intive.com
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