2. Juni 2015

Kupferwerk @ Google I/O 2015

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Einmal im Jahr gibt es für alle Android-Entwickler einen Pflichttermin im Moscone Center in San Francisco: Googles Entwicklerkonferenz Google I/O. Wer am Puls der Zeit bleiben will, muss dabei sein. Deshalb haben dieses Jahr Janusz Leidgens, Florian Fetzer und Christopher Schott aus dem Android-Team von Kupferwerk die lange Reise in die Bay-Area auf sich genommen und sich ins bunte Google-Getümmel gestürzt, um für uns zu lernen und zu berichten.

Der Countdown läuft

Es gibt selten einen Moment, bei dem sich Apple- und Android-Fans gleichen. Wenn es um den Zugang zur Keynote der I/O geht, ist so ein Moment. Die Badges mit den magischen Worten „Keynote access“ sind limitiert und werden nach dem Prinzip „First come, first served“ verteilt. Die Schlange für die Registrierung trägt entsprechend Züge eines Apple-Produkt-Release – sehr früh aufstehen, lange Schlangen und ganz vorne in der Reihe campen Menschen auf Klappstühlen. Wir haben uns erfolgreich unsere Badges gesichert und im Anschluss zur Belohnung San Francisco aus der Touristenperspektive erkundet – Cable Car, Golden Gate Bridge und Fisherman’s Wharf inklusive.

Die Schlange für die begehrten Keynote-Badges.

Am Abend hat dann noch Intel die Gunst der Stunde genutzt und die gesammelte Android-Entwicklerschaft zur Party eingeladen. Neben Gratisverköstigung als Publikumsmagnet hat Intel diverse Tools und Techniken für die Android-Entwicklung vorgestellt – beispielsweise Emulatoren für x86- und 64-Bit-Architekturen. Um den Austausch und Diskussionen anzuregen, hat sich Intel hinterlistig des Spiel- und Sammeltriebs der Developer bedient. Wer an Diskussionen teilnahm, erhielt Tickets und für Tickets gab es Preise. Gamification funktioniert – zumindest bei uns: 100 Tickets haben uns drei T-Shirts eingebracht.

Ein Feuerwerk im Moscone Center

Am Donnerstag ging es dann richtig los mit der I/O. Das komplette Moscone Center wurde von Google als gemütliche Spielwiese für Entwickler mit Code Labs, Kickern und Flippern ausgestattet. Wir sind aber gleich weiter in Richtung Keynote. Auch hier hat sich Google nicht lumpen lassen und zur Pre-Show einen lebensgroßen Wal über die Riesenleinwände rund um den Saal schwimmen lassen und nach einem kurzen Flug durch das Sonnensystem folgte dann auch schon der Countdown zur zweistündigen Keynote.

Das Moscone Center - Spielplatz für Google Developer.

In dieser haben eine Vielzahl von Google-Sprechern eine ganze Menge Neuigkeiten vorgestellt: von der nächsten Android-Version über das Thema Standards für das Internet of Things, Android Wear, dem Cardboard Projekt inklusive Jump bis hin zu einem neuen Anlauf beim Thema Mobile-Payment. Wir wollen das hier im Detail nicht weiter ausbreiten – das haben die Kollegen von heise, t3n und Co. quasi in Echtzeit schon am Tag der Keynote gemacht. Leider keine Neuigkeiten gab es zu Google Glass, Project Ara und Android Auto – letzteres wäre gerade aus deutscher Perspektive besonders spannend gewesen.

Unser Fazit: Das Leben wird leichter

Es gab viel zu sehen und als Android-Fan war es auch nicht gerade leicht, trotz der vielen Ablenkungsmöglichkeiten fokussiert zu bleiben, aber wir haben dann doch einiges für unseren Entwickleralltag mitnehmen können.

Das Thema iOS kam erstaunlich häufig vor. Viele APIs werden in Zukunft auch für Apple-Geräte offen stehen und viele Anwendungen wie Cloud Messaging oder die neue Foto-App sind auch für iOS verfügbar. Auch beim Thema Rechteverwaltung von Apps hat Google sich an Apple orientiert und führt mit Android M ein erweitertes Management für die Zugriffsrechte von Apps ein.

Das Kupferwerk-Team in San Francisco

Ein weiterer Teil der Neuerungen lässt sich unter dem Satz “Wir machen euch das Entwicklerleben einfacher” zusammenfassen. Mit der Einführung von Data Binding im Layout geht die Programmierung schneller und benötigt weniger manuelles Coden. Die Einführung der Android Design Support Library ist eine besonders große Hilfe für uns Entwickler: Komponenten aus dem Material Design sind jetzt standardisiert verfügbar, können einfach implementiert werden und das Zusammenspiel funktioniert auch besser. Weitere Neuerungen in dieser Reihe sind der NDK Support von Android Studio sowie die JobScheduler “Support-Lib” in den Google Play Services. Ebenfalls ein Segen für die Developer Community sind die Performance-Verbesserungen bei Gradle, dem System zum Bauen der Apps für Android Studio. Der “Weg” vom Code zur App ist damit erheblich kürzer.

Besonderes Highlight zum Schluss der I/O, zumindest aus der Sicht der bajuwarischen Kupferwerk-Delegation, war das Angebot der mehr als 20 Craft-Biersorten auf der After-Party in den Yerba Buena Gardens. Endlich kein Bud Light mehr. Da kommen wir nächstes Jahr gerne wieder.

 

Pressekontakt

Tobias Oberndorfer press@intive.com
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