25. Juni 2015

Developer Week: Der Blick über den Tellerrand

Der Konferenz-Marathon geht weiter. Nach Google I/O und DroidCon stand die DWX Developer Week 2015 in Nürnberg auf dem Programm. Vom 15. bis 18. Juni fanden sich mehr als 1.400 Software-Entwicklern im Nürnberger Messegelände zusammen, um sich in 200 Sessions und 11 Workshops über Best Practices und neue Trends aus der .NET-, Web- und Mobile-Programmierung zu informieren. Janusz Leidgens, Head of Android bei Kupferwerk, war für uns vor Ort und blickt zurück.

Viele Menschen, großes Gelände – ganz anders als die DroidCon in Berlin. Aber auch hier spielt das Thema Mobile eine gewichtige Rolle und so hatte ich die Möglichkeit die App-Architektur, die Kupferwerk für die Entwicklung von Android-Apps nutzt, ein weiteres Mal vorzustellen. Das Interesse war ähnlich groß wie vor zwei Wochen, allerdings hatte ich dieses Mal doppelt so viel Zeit und konnte tiefer in die Materie einsteigen. Die Slides zu meinem Vortrag stehen hier.

DWX2015_Janusz Leidgens_architektur

Nach DroidCon und Google I/O gab es im mobilen Bereich für mich dann nicht viel Neues zu entdecken und so habe ich die Möglichkeit genutzt, um einen Blick über den Tellerrand zu werfen. Die Konferenz hat ihren Themenschwerpunkt klar bei Microsoft-Themen. Als Java- und Android-Entwickler kommt man sich da immer etwas als Außenseiter vor, doch dafür kann man viele Probleme mal aus einem anderen Blickwinkel betrachten und in ein anderes Ökosystem – .NET – reinschnuppern.

Der saubere Code und das bunte Team

Neben den Themen, die sich spezifisch mit einer Entwicklungsumgebung beschäftigen, gab es aufgrund der Größe der Konferenz auch viele interessante Sessions zu den Themen Best Practices, Clean Code, Architektur und Softskills. Zu letzterem habe ich meinen zweiten Vortrag in Nürnberg, „Und plötzlich Teamlead“, gehalten. Dieser drehte sich um meine Erfahrungen als noch recht frischgebackener Head of Android bei Kupferwerk und die Lektionen, die ich bei der Entwicklung vom Developer zum Teilzeitmanager gelernt habe. Das Thema scheint nicht nur mich, sondern auch viele Kollegen umzutreiben: Der Vortrag war nicht nur sehr gut besucht, sondern es gab auch viele Nachfragen und Gespräche im Anschluss.

DWX2015_Janusz Leidgens_audience

Aus dem Bereich Clean Code kam ein sehr interessanter Beitrag von Jan Fellien über das Zusammenspiel verschiedener Entwicklertypen für ein ausgewogenes Team: „Von Siedlern und Entdeckern“. Ein weiteres Highlight aus meiner Perspektive war der Vortrag von Johannes Hofmeister über „Die Psychologie des Programmierens“. Der Informatiker und Psychologe hat eine Studie vorgestellt, in der er nachgewiesen hat, dass gute Namen für Variablen bei der Suche nach Bugs einen Geschwindigkeitsunterschied von bis zu 20 Prozent ausmachen können.

Der Scheinriese im Königreich Software

Durch die Nähe von .NET zu großen Firmen, die eher Konzern denn Startup sind, wird einem auf dieser Konferenz immer wieder bewusst, welch große Stücke Software da draußen unterwegs sind. Wenn man von Projekten mit vier Jahren Laufzeit und Teams von über 20 Entwicklern hört, die Datenmengen produzieren, die gar nicht mehr auf ein Telefon passen, dann kann einem schon etwas schwindelig werden. Aber man erkennt auch, wie sehr mobile Apps beim Thema Sichtbarkeit aus diesen riesigen Gefügen herausstechen – obwohl sie nur ein kleines Rädchen im System sind.

Die Bildrechte liegen bei der Developer Week 2015.

Pressekontakt

Tobias Oberndorfer press@intive.com
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